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Wie findet man einen guten Rechtsanwalt für Verkehrsrecht?

Schneller, als man es glauben kann, ist es passiert. Man hat einen Unfall verschuldet, wurde geblitzt oder hat eine andere Strafe bekommen, weil man im Straßenverkehr nicht aufgepasst hat. Besonders, wenn der Entzug des Führerausweises droht, kann es mitunter bitter werden. Als Privatperson steht man oft vor dem Problem, die Schwierigkeit nicht allein lösen zu können. Ist die Beweis- oder Rechtslage unklar, lohnt es sich oft, einen Anwalt als Rechtsexperten hinzuziehen – wie man den passenden findet, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze

Wann könnte ich einen Anwalt für Verkehrsrecht brauchen?

Ein Anwalt für Verkehrsrecht ist – wie man meinen mag – natürlich auf das Verkehrsrecht spezialisiert. Er kann Ihnen bei sämtlichen Verkehrsspezifischen rechtlichen Fragestellungen helfen – dies könnte beispielsweise der Einspruch gegen Bussgeldbescheid sein, wenn eine Versicherung nach einem Unfall nicht zahlt oder wenn es bei einem Autokauf zu Problemen kommt.

Aber besonders dann, wenn Ihnen eine erhebliche Strafe droht (wie beispielsweise der Entzug der Fahrerlaubnis), Sie diese Strafe jedoch als nicht gerechtfertigt empfinden, müssen Sie einen Anwalt einschalten. 

Da Sie als Privatperson höchstwahrscheinlich nicht mit allen notwendigen Rechtsgrundlagen vertraut sind, um das Verfahren allein durchzustehen, ist die Expertise eines erfahrenen Juristen unverzichtbar. Mit einem Anwalt als Fachexperten an Ihrer Seite geht das nicht nur deutlich schneller, sondern ist auch viel stressfreier für Sie.

Wie erkenne ich einen guten Anwalt für Verkehrsrecht?

Selbstverständlich ist es gar nicht so einfach, sofort einen Anwalt zu finden, der über kompetentes Wissen verfügt und sogar schnell helfen kann. Zwar spielt Richard Gere eine wunderbare Rolle als Anwalt, er ist jedoch nur ein guter Schauspieler. Einen guten Anwalt erkennen Sie in erster Linie, wenn Sie ihm direkt ein paar spezielle Fragen zu Ihrem persönlichen Fall stellen. Dies könnte beispielswiese eine der folgenden sein:

  • Haben Sie schon Erfahrung im Bereich der Tempoübertretung in der Schweiz?
  • Wie lange ist Ihr letzter Fall zum Thema Trunkenheit am Steuer her?
  • Wie ist Ihr letzter Fall des „Rasens“ denn ausgegangen?
  • Würden Sie mir raten, vorab Kontakt mit der Behörde aufzunehmen?
  • Wann hatten Sie Ihre letzte Fortbildung zu diesem Thema?

Sie werden schnell merken, wie der Anwalt auf Ihre Fragen reagiert und ob er nur ein „Schauspieler“ wie Richard Gere ist. Sind seine Antworten glaubwürdig, wirkt er kompetent und Ihnen gegenüber sehr aufgeschlossen, ist das schon einmal ein wichtiger und vor allem richtiger Hinweis, den Sie für Ihre Entscheidung nutzen können. Aber es bevor es so weit ist, müssen Sie natürlich erst einmal den potenziell passenden Rechtsbeistand finden.

Mundpropaganda ist enorm hilfreich!

Haben Sie in der Familie, bei Freunden oder Bekannten jemanden, der schon einmal die Hilfe eines Anwalt in einer Verkehrsangelegenheit benötigte? Fragen Sie ihn, welche Erfahrungen er mit seiner beauftragten Rechtshilfe gemacht hat. Fühlte er sich stets gut unterstützt und beraten, lohnt es sich vielleicht auch für Sie, unmittelbar mit dem Anwalt Kontakt aufzunehmen und ein Erstgespräch für Ihren Fall zu vereinbaren. Haben Sie dann ein gutes Bauchgefühl, gibt es nicht mehr viel zu überlegen – ist dies nicht der Fall oder ist die Empfehlung Ihres Bekannten eher ernüchternd, geht die Suche leider weiter.

Sie benötigen einen Anwalt?
Finden Sie in unserem Anwaltsverzeichnis Ihren passenden Rechtsanwalt für Verkehresrecht in Ihrer Nähe.

Was macht einen guten Anwalt aus?

Neben einer ausgeprägten Fachkompetenz gibt es natürlich reichlich Anwälte mit jahrelanger Erfahrung – die ist zwar gut und sicherlich hilfreich, sollte aber nicht das alleinige und ausschlaggebende Argument sein. Auch eine junge Anwältin oder ein junger Anwalt kann enorm gute Ergebnisse erzielen – die Motivation ist oft entscheidender. Dennoch ist ein Fachanwaltssigel oftmals hilfreich, um sich auf dem Markt zu orientieren. Zudem informiert ein guter Anwalt Sie als seinen zu vertretenden Mandaten nicht nur vollumfänglich über Ihre rechtlichen Möglichkeiten, sondern tut dies auch frühzeitig und regelmäßig. Jeder Schritt sollte Ihnen augenblicklich zugetragen und vielleicht sogar persönlich (zumindest telefonisch) besprochen werden. So haben Sie auch das Gefühl, dass Sie sich auf ihren Rechtsbeistand verlassen können.

Die Expertise als Anwalt für Verkehrsrecht

Sie kennen das – im Internet kann sich jeder schnell als Experte für gewisse Dinge präsentieren. Ob das immer so stimmt, ist die zweite Frage. Daher machen Sie doch einfach von Ihrem Recht Gebrauch, Ihren Anwalt direkt nach seiner Expertise zu fragen. Hat er schon ähnliche Fälle wie Ihren bearbeitet? Wie schätzt er die Erfolgschancen sein? Wirkt er so kompetent, wie er sich darstellt oder ist er eher unsicher?

Aber: Glücklicherweise haben sich die meisten Juristen auf bestimmte Themengebiete spezialisiert – dies ist oft schon an der Bezeichnung der Anwaltskanzlei für Sie zu erkennen. Haben Sie mehrere Anwälte ausgewählt, die Verkehrsrecht als Ihr Spezialgebiet nennen, können Sie zudem schauen, ob ein Fachanwaltstitel die Kenntnisse bescheinigt und vielleicht auch noch andere Fortbildungen vorliegen. Denn: Rechtsanwälte mit weniger als 24 Monaten Erfahrung dürfen auch nur Fälle bearbeiten, die den Interessenschwerpunkten entsprechen.

Übrigens muss ein auf das Verkehrsrecht spezialisierter Anwalt, damit er die Bezeichnung „Fachanwalt“ tragen darf, verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Diese sind in der Fachanwaltsordnung (FAO) festgehalten. So muss der Anwalt einerseits bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer einen entsprechenden Antrag stellen, andererseits muss er als spezialisierter Anwalt für Verkehrsrecht seit mindestens drei Jahren seine Zulassung besitzen und innerhalb der letzten sechs Jahre vor Antragsstellung als Anwalt tätig gewesen sein. Genügend Voraussetzungen für Expertise, oder?

Sympathie und das gute alte „Bauchgefühl“

Sie dürfen sicher sein: Trotz aller Expertise funktioniert eine Zusammenarbeit nur dann so richtig gut, wenn Sie sich mit Ihrem Anwalt auch auf menschlicher Ebene gut verstehen. Sympathie ist ein entscheidender Faktor bei der Auswahl des Anwalts – und da sollten Sie sich keineswegs von den falschen Gründen leiten lassen. Ein gutes Bauchgefühl bei der Zusammenarbeit ist deutlich mehr wert als nur Zeugnisse oder Expertise. Dieses Bauchgefühl ist oft der Grund für eine richtige Entscheidung. Wenn Sie zudem während der Zusammenarbeit immer wieder die Bestätigung bekommen, dass Sie sich auf Ihren Anwalt verlassen können, weil er in Ihrem Sinne handelt und Sie stets über alle aktuellen und kommenden Schritt der Zusammenarbeit informiert, haben Sie schon viel gewonnen.

Wenn es vor Gericht geht, ist der Anwalt oft Gold wert

Schwerwiegende Vergehen, bei denen Ihnen eine Straftat im Straßenverkehr vorgeworfen wird, die im schlimmsten Fall sogar ein Fahrverbot oder eine Entziehung der Fahrerlaubnis mit sich bringen kann, sind eigentlich ein Pflichtargument für einen Anwalt. Und das unabhängig davon, ob Sie beruflich oder privat auf Ihren Fahrausweis angewiesen sind. Wenn jetzt die Zusammenarbeit mit Ihrem Anwalt passt und gut läuft, haben Sie mit ihm einen großen Bonus in der Tasche.

Besonders wichtig:

Ein guter Anwalt für Verkehrsrecht bereitet mit Ihnen gemeinsam den Gerichtstermin vor. Sie besprechen sich intensiv und detailliert über die Verhandlung bei Gericht, damit Sie zu jeder Zeit der Verhandlung über denselben Kenntnisstand verfügen. Das trägt ebenfalls dazu bei, dass Sie das Gefühl haben, mit Ihrem Anwalt einen verlässlichen Partner an Ihrer Seite zu haben.

Kann ich Anwälte heutzutage nicht auch schon online finden?

Ja, das können Sie – aber neben den einschlägigen Suchmaschinen gibt es auch noch weitere Datenbanken, die Sie bei Ihrer Suche unterstützen können. Beispielsweise vermitteln Rechtsschutzversicherungen auch zwischen Mandanten und Anwälten – so haben Sie eine gute Chance, einen Anwalt zu finden, der sich haargenau mit Ihrem Fall auskennt und sich diesem gerne annehmen möchte. Sind Sie im Besitz einer Rechtsschutzversicherung, können Sie die Erstgespräche oftmals sogar direkt per Telefon oder sogar im Chat mit Ihrem Anwalt führen. Informieren Sie sich über die gängigen Angebote, es gibt auch hier viel Auswahl!

Fragen zum Thema Anwalt für Verkehrsrecht ?
Unsere Anwälte für Verkehrsrecht informieren Sie ausführlich zu allen Themen rund um die Anwaltssuche und beantworten alle Ihre Fragen.

FAQ: Anwalt für Verkehrsrecht

Nein, denn das Sprichwort „Man lernt nie aus“ gilt nicht nur für Schüler, sondern natürlich auch für Anwälte. Als Rechtsanwalt ist man dazu verpflichtet, sich regelmäßig weiterzubilden. Hierzu muss ein Anwalt entweder einmal im Jahr einen einschlägigen Fachbeitrag veröffentlichen oder aber an einer relevanten Fortbildung teilnehmen.
Leider entscheiden in unseren Rechtssystemen die Richter über das letztendliche Strafmaß, wenn es zu einer Gerichtsverhandlung kommen sollte. Ein Anwalt kann Sie bei Ihrer Verteidigung unterstützen, fällt aber nicht das letztendliche Urteil über Ihr Vergehen. Im besten Fall hilft Ihr Anwalt Ihnen dabei, Ihre angesetzte Strafe zu mindern – er hat aber keinen entscheidenden Einfluss darauf. Daher können Sie auch später keinen Schadensersatz oder ähnliches von ihm verlangen.
Ein Beitrag unserer juristischen Redaktion
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